Metallic ist eine zusätzliche Effektschicht
Leather Colour metallic effect wird als Zusatz für Top Coats beschrieben. Die eigentliche Grundfarbe wird zuvor passend hergestellt oder repariert. Der Leitfaden rät davon ab, den Metallic-Effekt einfach in eine deckende Lederfarbe zu mischen: Ein großer Teil würde darin optisch verschwinden, und eine starke Zugabe kann den Aufbau beeinträchtigen. Im transparenten Finish bleibt der Effekt besser sichtbar. Das erklärt, weshalb eine kleine beschädigte Metallic-Stelle nicht nur einen ungefähr passenden Braun- oder Silberton braucht. Zuerst muss die Basis stimmen; darüber wird der Effekt so eingestellt, dass er zusammen mit dem Abschluss zur Umgebung passt.
Glanz und Deckung verändern den Schimmer
Der COLOURLOCK-Leitfaden beschreibt Metallic häufig mit glänzendem Top Coat, nennt aber auch matte Varianten und Mischungen als mögliche Wege. Mehrere passende Aufträge können den Effekt verstärken. Gleichzeitig beeinflussen weitere Farbzusätze seine Sichtbarkeit. Transparente Farbrichtungen können eine Nuance korrigieren; milchige oder stark deckende Zusätze verdecken den Schimmer eher. Deshalb werden Grundton, Effekt und Glanz auf einer gemeinsamen Probe beurteilt. Eine perfekte Kopie jedes industriellen Metallic-Leders ist laut Leitfaden nicht immer erreichbar. Das ist eine sachliche Grenze der Effektangleichung und kein Grund, eine Reparatur nur anhand eines frontal aufgenommenen Produktfotos zu beurteilen.
Warum Leuchtfarben einen weißen Untergrund brauchen
Leather Colour luminous erweitert das Spektrum um klare, besonders leuchtende Farbrichtungen, die mit gewöhnlichen Grundfarben nicht in gleicher Weise entstehen. Diese Farben können zur Korrektur entsprechender Mischungen eingesetzt werden. Werden sie im beschriebenen Verfahren pur aufgetragen, empfiehlt der COLOURLOCK-Leitfaden zuvor eine weiße Farbbasis. Die Leuchtfarbe ist durchscheinend; auf der hellen Basis entfaltet sie ihre Wirkung besser. Ein dunkler Untergrund würde daher ein anderes Ergebnis erzeugen, selbst wenn derselbe Farbname verwendet wird. Die deckende Vorbereitung und die leuchtende Schicht sind zwei Aufgaben. Ihre Kombination muss auf dem passenden Material geprüft werden.
Effektmuster statt Bildschirmentscheidung
Die gedruckte Farbkarte des Leitfadens ist ausdrücklich eine Annäherung, und Bildschirmdarstellungen können ebenfalls abweichen. Bei Effektfarben ist es besonders sinnvoll, die Probe einschließlich Grundfarbe und Top Coat zu beurteilen. Der COLOURLOCK-Leitfaden nennt Anwendungen an Bekleidung, Taschen und weiteren Artikeln; die Materialfreigabe für Farbe und Finish bleibt trotzdem Voraussetzung. Auch ein im Becher passend wirkender Effekt kann nach dem vorgesehenen Auftrag anders erscheinen, weil Deckung und Glanz zusammenwirken. Der vollständige Probeaufbau verhindert, dass eine einzelne Flüssigkeitsfarbe mit dem fertigen Materialergebnis verwechselt wird. Erst danach wird entschieden, ob die gewünschte Annäherung erreichbar und der weitere Arbeitsaufwand sinnvoll ist.
Metallic-Additiv, Leuchtfarbe und normale Pigmentfarbe sind verschiedene Bestandteile. Effektangleichung benötigt eine reale Probe; eine perfekte Übereinstimmung ist nicht pauschal zugesagt.